Krise bewältigen

23. März 2020

Ich war über 10 Tage in der Pfalz und bin nun seit gestern wieder erfolgreich (gesund) in Berlin gelandet. Unsere derzeitige Corona Pandemie weitet sich immer weiter aus und es gibt kaum noch ein anderes Thema. Beim Einkaufen von nötigsten Dingen in der Drogerie und im Supermarkt sah ich die langen Warteschlangen vor der Tür und es waren morgens hier gerade mal 3 Grad. Es erinnerte mich an den 2. Weltkrieg und die tatsächliche Lebensmittelnot. Derzeit ist für alle genug da, der Abstand ist wichtiger und es dürfen nur wenige in Geschäfte rein.

Krisen sind ein unvermeidlicher Bestandteil des Lebens. Deshalb ist es wichtig zu wissen wie wir damit umgehen. Meist wollen wir Veränderungen nicht wahrnehmen, fühlen uns machtlos, sind unsicher. Doch dann fangen wir an nach Lösungen zu suchen und uns neu zu orientierten. Neben den Regeln die wir von der Regierung auferlegt bekommen, fragte ich mich somit, was man tun kann, um das Miteinander zu fördern auch trotz der Distanz von 2 m die zu halten sind. Ich fing an, jedem der mir begegnete ein Lächeln zu schenken und bekam meistens eines zurück. Lächelnd

 Das war schon mal ein Anfang. Wenn wir lernen, solche Krisen zu akzeptieren, dann sehen wir auch das Gute was es mitbringt. Max Frisch sagte einmal: Eine Krise kann ein produktiver Zustand sein. Man muss ihm nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen.

 

Folgende Ideen möchte ich Ihnen mit auf den Weg geben:

 

·         Alltägliches können wir wieder mehr schätzen

·         Andere mehr akzeptieren als bisher

·         Freunde und Familie wieder wertvoller betrachten (telefonieren / chatten)

·         Andere Prioritäten zu setzen als bisher

·         Zum Glauben zu finden

 

Ich wünsche Ihnen allen viel Gesundheit und Freude! Lächelnd

 

Die Wertigkeit eines Menschen

 

09.November 2019

 

Aristoteles sagte einmal: „ Selbst im Hirn des weisesten Mannes gibt es einen törichten Winkel.“ Und wir alle kennen solche Momente in unserem Leben, in denen wir vor Energie strotzen und all unsere guten Eigenschaften zur Geltung kommen und genauso gibt es Tage, an denen wir uns fragen: Was ist nur heute mit mir los? Alles fällt mir schwer und dann auch noch diese Vergesslichkeit...

 

Diejenigen unter uns, die schon einiges verstanden haben, akzeptieren sich und damit auch jeden Zustand und wissen vermutlich sogar, dass sie das Gute nur erfassen können, wenn sie auch das Schlechte wahrnehmen können. Ein weiser Schritt!

 

Wie wunderbar, ich kann also das Gute aus meinen Schwächen ziehen. Ich fange mal gleich damit an. Ich bin z. B. manchmal ziemlich hart und lieblos zu anderen, das gute daran ist, dass ich konsequent bin und damit eine klare Linie aufbaue, die auch wichtig ist im Miteinander. Ich sollte mir dann natürlich auch sagen, bzw. es anderen auch zeigen, wie liebvoll, gütig und mild ich sein kann.

 

Damit sind wir dann schon bei dem Werte-Quadrat von Paul Helwig, aus dem Friedemann Schulz von Thun dann später ein Entwicklungs-Quadrat machte. Eine gute Methode die ich in einem Workshop ab Januar 2020 anbiete, für jedermann der sich gerne weiter entwickeln möchte UND das Gute aus dem Schlechten mitnehmen möchte.

Hoffnung setzt Kräfte frei…. der Motor des Lebens?

20. September 2017

Der Sommer neigt sich dem Ende und ich hoffe Sie hatten eine ebenso bereichernde Auszeit wie ich es hatte. Mein letztes Thema war die Veränderung und vielleicht haben Sie etwas dazugewonnen oder wirklich etwas Neues begonnen?

Dann ist mein jetziges Thema, die Hoffnung, genau das Richtige um hier weiter an sich zu arbeiten. Wir alle kennen den lapidaren Spruch „ die Hoffnung stirbt zuletzt“ und wenn wir mal zurückblicken auf verschiedene Wünsche oder Planungen, schmunzeln vermutlich viele in sich hinein und denken „ oh ja, so war das oft“. Hoffentlich geht das Projekt in Erfüllung oder hoffentlich komme ich heil an mit meinem Boot bei dem Unwetter oder hoffentlich bleibt mir diese Liebe erhalten. So spornt uns die Hoffnung an und solange wir gedanklich dabei bleiben und nicht aufgeben, setzt es sogar im Gehirn Areale frei, die uns Wege ebenen, sagen Neurowissenschaftler.


Damit kann ich nun viel in Bewegung setzen, wenn ich diese Kräfte nutze. Damit mache ich mich selbst mächtig! Entscheidend in diesem Werdegang ist jedoch, dass man immer wieder in sich hineinhört, ob diese Energie noch auf dem Weg ist. Denn manchmal gibt es dann auch Sackgassen und spätestens dann sollte jeder sich überlegen, ob er besser einen anderen Weg wählt oder ob er vielleicht überzogene Erwartungen hatte. Positives Denken ist sicherlich gut, doch in ‚aus – weg – losen‘ Situationen ist es dann besser der Realität in die Augen zu sehen.


So bin ich auch vor kurzem auf der Autobahn gewesen mit dem Ziel in 2 – 3 Stunden anzukommen. 2 schwere Unfälle blockierten uns jedoch den Weg und da war kein ausweichen mehr möglich. So setzte ich Ankunftsziel mit Absicht auf 6 – 7 Stunden, um mich nicht zu blockieren und es vor allem zu akzeptieren. So hatte ich den Kopf frei für andere Gedanken und stellte fest, dass sich dann eine Art „Stau-Gemeinschaft“ entwickeln kann, die durchaus bereicherte.


Um die Kraft der Hoffnung zu nutzen, fragen Sie sich dann immer mal wieder:


  •        Was sind meine wichtigsten Errungenschaften und worauf bin ich stolz?
  •        Ist mein Antrieb noch im Fluss? Sind meine Ziele noch realistisch?
  •        Habe ich alle Anstrengungen bisher auf dem Weg akzeptiert oder sind es nur rosige Fantasien?

„Da will ich hin“ ….. VERÄNDERUNGEN gehören zum LEBEN!

25. April 2017

Kennen Sie das? Sie sind unausgeglichen, einfach nicht mehr zufrieden mit Ihrem Leben, vielleicht sogar etwas lethargisch und suchen nach Veränderung und wissen einfach nicht genau was, wohin und wie? Wir alle kennen diese Zeiten im Leben, wo einfach alles nicht mehr so rund läuft. Ein wichtiger erster Impuls aus unserem Inneren, der uns zeigen will „ fang neu an!“ Dann sollten Sie als erstes abwägen: Womit bin ich unzufrieden? Aber auch: Was liebe ich in meinem Leben? Hilfreich ist es, das Ganze aufzuschreiben in + und  - Listen.


Umbrüche zwingen uns zur Besinnung und so macht es „Sinn“ noch  einmal intensiv in sein Innerstes zu horchen, um herauszufinden was mein eigenes ICH mir sagen will. Machen Sie einen Spaziergang in der Natur, suchen Sie sich einen stillen geborgenen Ort in Ihrem Zuhause oder begeben Sie sich auf eine kleine Reise in ein unbekanntes Land. All das sind Möglichkeiten die Veränderung zuzulassen und Neues zu erspüren, zu sehen, zu hören…. 


Wenn Sie dann neue Impulse verspüren, die nicht nur eine flippige Idee waren, sondern sie immer wieder in Ihrem Geiste begleiten, dann sind Sie schon weit gekommen und die Veränderung ist bereits im Gange. Herzlichen Glückwunsch! Nun müssen Sie aufpassen, dass Sie nicht zu viel zweifeln und alles in Frage stellen. Für diese Fälle habe ich mir eine Affirmation bereit gelegt, die mir hilft mutig dem Neuen entgegenzusehen: „Schlimmstenfalls passiert folgendes…“ und überlege mir dann was das sein könnte. Meistens grinse ich in mich hinein und finde das dann als keinen Weltuntergang. 


Angst vor Neuem ist relativ normal und gehört auch zum Wachstumsprozess hinzu. Sie ist ein Teil von mir und wenn ich die Angst akzeptiere und annehme, dann kann sich etwas verändern und es ändert sich auch. Jede Ablehnung, jedes Nein bedeutet eine unnatürliche Energieblockade; die Energie kann also nicht fließen.


Setzen Sie sich also mit der Veränderung auseinander. Fragen Sie sich etwa:


  •  Was bedeutet die Veränderung für mich konkret?
  •  Was gewinne ich durch die Neuerungen dazu?
  •  Worauf kann ich mich jetzt schon freuen, wenn sich meine Wünsche erfüllen?
  •  Wie werde ich dann in einem Jahr auf mein Leben schauen?

Balance finden....

02. März 2017


Die Balance des Lebens zu finden, war selbst bei unserer Pfarrerin in ihrer letzten Predigt ein Thema „ Wo kann ich Gott wohl am ehesten finden?“ sie selbst „eierte herum“ in ihren Überlegungen und regte alle zum Nachdenken an. So gibt es überall egal ob Glaubensgedanken, berufliche Positionierung oder als Eishockeyspieler auf dem Spielfeld gegensätzliche Verhaltensweisen, Einstellungen oder Charaktere, die uns herausfordern, sie im Gleichgewicht zu halten.


Menschen sind unterschiedlich. Jemand der anders denkt oder handelt ist deshalb kein schlechter Mensch! So wie C.Roger die gegenseitige Wertschätzung der unterschiedlichen Stile als wichtige Voraussetzung für Veränderungsprozesse hält, hat bereits Paul Helweg das Wertequadrat „erfunden“ und zeigt uns damit auch, das Spannung zwischen „wir stehen für Flexibilität“ und „wir stehen für Organisation“ gut ist und es immer eine Bewegung zwischen beiden geben sollte und wird. Nur wenn wir „abrutschen“ und den anders Denkenden abwerten sowie „ihr mit eurem Chaos“ oder die anderen entgegnen mit „ihr mit Eurer Kleinkariertheit“ zeigt uns Prof. Schulz von Thun wie wir aus dieser Entwertung eine Entwicklung entstehen lassen können. D.h. derjenige, der den anderen für Chaotisch hält sollte sich mehr der Planung/Strategie widmen. Auch Erich Fromm sagt, wenn wir unsere Stärken übertreiben werden sie zu Schwächen. Also die GOLDENE MITTE FINDEN ist das Ziel!

So überlegen Sie sich doch mal:


  •   Was ist der Gegensatz zu Toleranz oder Durchsetzungsvermögen und welche Abwertungen oder Unwerte gibt es dazu?
  •  Oder welches ist Ihre stärkste Eigenschaft?  Versuchen Sie dazu ein Entwicklungsquadrat zu erstellen, um sich selbst jederzeit überprüfen zu können, um wieder in die Balance zu kommen.

Führungskompetenz: EMPATHIE?

14. April 2016


Ein wichtiges Thema war neulich beim Coaching in einem Unternehmen, daß ein Zuviel an Empathie immer ein Karrierehemmer ist und somit für Manager und Abteilungsleiter dort keinen Platz hat. „Die Mitarbeiter müssen einfach funktionieren“ während die eingeschüchterten Angestellten mir entgegenbrachten „ der versteht mich doch sowieso nicht, vieles  brauche ich ihm gar nicht zu sagen, ist doch sinnlos.“


Neben dem fehlenden Vertrauen und dem mangelnden Einfühlungsvermögen blieb hier viel „Schöpfungskraft“ auf der Strecke. Neue Ideen einbringen und motiviert mitwirken um die Firma zu beleben, war eine reine Traumvorstellung. Je höher ein Manager in der Hierarchie steht, desto weniger geht er auf andere Menschen ein. Einerseits kann er das Managementprozedere leichter führen, andererseits weiß er nicht, was seiner Mitarbeiter wirklich fühlen und denken.  Steckt seine „Saat“ in einem fruchtlosen Boden?  Die Mitarbeiter folgen einem unempathischen Chef nur widerwillig. Er kann die kollektive Intelligenz der Gruppe nicht ausschöpfen.


Die Kunst ist es also, Gefühle zuzulassen und dennoch Grenzen zu setzen. Beste Voraussetzung erreichen Manager dabei, indem sie erst einmal mit sich selbst anfangen.  Erst wer Selbstempathie spürt, ist offen für die Gefühle der Mitarbeiter. Schaffen Sie sich ein Gleichgewicht zwischen der Konzentration auf ein Ziel und dem Gespür für die Reaktion. Die erfolgreichsten Führungskräfte können innerhalb von Sekunden zwischen beiden hin- und herwechseln. Regelmäßige Trainings von Mitgefühl und Selbstgefühl helfen auch denjenigen, die unter gering ausgeprägter Empathie leiden.


Folgende Fragen möchte ich Ihnen mit auf den Weg geben:


  • Was bedeutet MIR Empathie? Welchen Profit nehme ich mit, wenn andere mit MIR mitfühlen?
  •  Üben Sie bewußt auf den anderen einzugehen, was der andere meint. Fragen Sie nach: Warum ist das ein Problem für IHN?

Perfektionismus ADE… oder warum Perfektionisten sich berauben

18. März 2016

Neulich kam ein Klient zu mir und bat darum, Möglichkeiten zu finden seine Ziele schneller und noch besser zu erreichen. Immer wieder stößt er an seine Grenzen und ist sich ganz sicher Besseres zu erschaffen, trotz manch positiver Zusprüche. „Gut ist einfach nicht gut genug“  war eines seiner Glaubenssätze.


Es wurde irgendwann klar, dass er bereits als Kind oft genug unter Druck gesetzt wurde, da er sich schon früh als Erstgeborener um seine Geschwister kümmern musste. Anerkennung dafür hat er so gut wie kaum bekommen, dafür umso mehr Kritik, wenn etwas nicht „vollkommen“ war. Diese Prägung hat er nun offensichtlich sein Leben lang mitgenommen und noch nicht abgelegt.


Shauna Springer (Psychologin aus Kalifornien) zeigte in einer Studie, das Perfektionisten nicht nur Angst vor dem Scheitern haben, sondern auch Probleme haben, mit anderen Personen in Kontakt zu kommen. Sie sind oft einsam, haben ein erhöhtes Stresslevel, neigen zu Depressionen und setzen sich selbst unter Druck. So schränkt sich jemand, der mehr haben möchte nun durch seine Angst völlig ein. Angst lähmt und blockiert! „Jeder Mensch will ANERKENNUNG“


Was kann man nun ändern und wie wirklich gewinnen?


Als erstes sollte man nun seinen inneren Antreiber „sei perfekt“ nicht mehr in den Vordergrund stellen und sich Erlauber schenken wie „ ich erlaube mir, auch mal einen Misserfolg zu haben“ „ Fehler sind erlaubt“ oder „ ich wirke auch sympathisch wenn ich NICHT vollkommen bin“. Danach würde ich mir ins Bewusstsein holen, wo meine Bereicherungen liegen, ruhig schriftlich und sichtbar. Durch mehr Gelassenheit und die Befreiung meiner eigenen Ansprüche, achte ich mehr auf das was mir wirklich wichtig ist.  Zum Spitzenkönner wird man dann durch die Entfaltung „intelligenter Faulheit“. 

 

So fragen Sie sich doch mal selbst:


  •      Welche Möglichkeiten ergeben sich plötzlich, wenn ich alte Gewohnheiten loslasse?
  •      Wie erleben mich nun meine Mitmenschen / Mitarbeiter ?

Vertrauen

14. Februar 2016

Diese Woche beschäftigt mich das Thema Vertrauen und wie wichtig es doch nach wie vor in unserer Welt ist. Ich begleitete eine Verkaufsaktion und machte es mir zur eigenen Analyse, wie schnell und vor allen Dingen wodurch baut ein Kunde Vertrauen auf, um schließlich das Produkt zu kaufen. Gerade dann, wenn der Kunde das Produkt noch lange nicht in Händen hält, sondern meist erst in 4-6 Wochen geliefert bekommt. Das positive Menschenbild und Vertrauen in die Kompetenzen war das Fundament des Erfolgs.


Genauso erleben es Führungskräfte, die Verantwortung in ihre Mitarbeiter setzen. Mitverantwortung führt zu mehr Mitdenken, eigene Ideen können ein Motivationsfaktor sein und generell können dadurch völlig neue Möglichkeiten entstehen und auf den Weg zum gemeinsamen Firmenziel.


Dieser Wandlungsprozess bringt eindeutig den „Ping-Pong-Effekt“ in Schwung, nach dem Motto, alles was Du gibst, bekommst Du zurück. Und das nicht nur innerhalb des Unternehmens sondern es zieht außerdem mehr Kunden, Vertriebspartner etc. an.


Vertrauen ersetzt Kontrolle! Wenn Sie erst einmal  Vertrauen schenken und die positiven Eigenschaften, die in jedermann zu finden sind, durch Lob hervorheben, praktisch gesehen die Stärken stärken, werden Sie den Mitarbeiter weiterentwickeln und somit auch Ihr eigenes Vertriebsziel mit Erfolg krönen.


So stellen Sie sich doch mal die Fragen:

  •  Welche positiven Eigenschaften haben meine Mitarbeiter?
  • Und wie kann ich die Aufmerksamkeit meiner Mitarbeiter von den Defiziten auf seine FÄHIGkeiten lenken?